Gartentipps für den März

Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Die Vorfreude auf das neue Gartenjahr steigt! Und nach den ersten Aussaaten auf der Fensterbank und im Gewächshaus können wir jetzt auch im Freiland beginnen! An guten warmen Standorten mit leichten bis mittelschweren Böden können jetzt schon Blatt- und Wurzelgemüse gesät werden. Beispiele für Blattgemüse: Frühlingszwiebel, Spinat, Rucola und andere Asiagemüse; Beispiele für Wurzelgemüse: Möhren, Schwarzwurzel, Pastinake, Radieschen und Rettich.

Bei der Auswahl des Saatgutes ist zu beachten, daß bei vielen Gemüsearten frühe, mittelfrühe und späte Sorten gibt. Jetzt sät man für eine frühe Ernte die frühen Sorten aus. Auf den Saatgutverpackungen sollte vermerkt sein, um was für eine Sorte es sich handelt. Die späten Sorten dagegen können lange auf dem Beet verbleiben und sind bei genereller Eignung gut lagerfähig.

Nach der Aussaat kann die Fläche noch mit einem Schutzfließ abgedeckt werden. Bei Zwiebeln und Möhren kann man das Fließ nach der Keimung gegen ein Insektenschutznetz tauschen, zum Schutz vor der Zwiebel- und vor der Möhrenfliege. Da Möhren sehr lange zur Keimung brauchen, sollte man zur Markierung der Reihen Saatgut von Radieschen beigeben – oder alle 20 Zentimeter eine Steckzwiebel stecken. Vielleicht hilft die ja auch noch gegen die Möhrenfliege. Spätestens 12 Wochen nach der Aussaat können wir die Möhren ernten und haben dann noch genug Zeit für eine zweite Kultur, z.B. Salate oder Grünkohl.

Ebenfalls ins Freiland säen können wir jetzt Gründüngungspflanzen (Klee, Luzerne). So kann sich das Beet mindestens ½ Jahr erholen. Und bei der Aussaat von Leguminosen kommt es oft noch zur Anreicherung von Stickstoff im Boden, wovon dann die Folgekultur profitiert – aber nur dann, wenn wir die Gründüngungspflanzen mit Wurzeln auf dem Beet belassen und nach dem Absterben in die obere Bodenschicht einarbeiten!

Gut ist die Zeit jetzt auch für die Pflanzung von Gehölzen. Vorher sollte man sich jedoch die Platzverhältnisse bewußtmachen. So können auch von der Größe her die richtigen Pflanzen gekauft werden. Das vermeidet später Ärger. Es gibt heute für alle Obstarten Bäume auf schwach wachsenden Unterlagen zu kaufen, und auch bei Ziergehölzen ist das Angebot an klein bleibenden Arten, Sorten und Varietäten sehr groß. Außer den gärtnerischen Dingen ist beim Pflanzen von Gehölzen auch auf den richtigen Pflanzabstand zu achten, beispielsweise auch auf den zum Nachbargarten.

Gleich nach der Frühjahrspflanzung von Obstgehölzen empfiehlt sich der Pflanzschnitt, und für den Erziehungsschnitt von jungen Obstbäumen ist jetzt auch die beste Zeit. Beide Schnitte richten sich nach der gewünschten Baumform – Spindel-, Spalier- oder Buschbaum. Führt man die Schnitte konsequent durch, spart man sich damit später viel Arbeit – bei guter Pflanzengesundheit und Fruchtqualität! Zur richten Ausführung der Schnitte fragen sie bitte ihren Fachberater.

Auszug aus dem Gartenfreund von Jörg Krüger, Landesgartenfachberater Sachsen