Gartentipps März 2021

Höchste Zeit für den Frühjahrsputz

Es ist Frühjahrsputz im Garten: Dürre Zweige und Stauden werden abgeschnitten, Laubreste entfernt. Vor allem der Rasen muss von Laub, Ästen und Baumfrüchten gesäubert werden, da sonst die Gräser faulen.

Den pH-Wert des Bodens prüfen: Entnehmen Sie an einigen Stellen im Garten Erdproben und vermischen Sie diese gut. Dann wiegen Sie 50 g davon ab, vermengen diese mit 125 ml demineralisiertem Wasser oder sehr weichem Leitungswasser. Tauchen Sie Indikaorpapier in den Erdbrei. Schon nach wenigen Sekunden zeigt die Farbskala den pH-Wert an. Für Gemüse optimal ist ein pH-Wert von 6 bis 7,5. Ist der Boden zu sauer, sollte er mit kohlensaurem Kalk verbessert werden. Nährstoffe können dann leichter aufgenommen werden.

Aussaaterden: Worauf kommt es an? Sämlinge sind zarte Wesen. Ihre Wurzeln bleiben gesund, wenn die Erde wenig Düngesalze und viel Feuchtigkeit enthält. Düngesalze laugen die feinen Wurzeln aus. Deshalb sind normale Blumenerden ungeeignet. Auch reiner Torf ist ungeeignet, da er keinen Kalk enthält, der aber für ein gesundes Wachstum notwendig ist. Besonders gut wachsen Sämlinge in ausgereiftem Kompost, wenn er absolut keimfrei ist. Dazu wird er vorher sterilisiert. Füllen Sie den Kompost in eine Bratfolie und erhitzen sie ihn 20 bis 30 Minuten lang bei 150 °C.

Hochbeete mit Komposterde auffüllen: Die Erde in Hochbeeten sackt mit der Zeit stark ab. Vor der ersten Aussaat im Frühjahr sollten Sie deshalb die Beete rechtzeitig wieder mit frischer Erde auffüllen. Die Komposterde wird dabei unter die obere, feinere Erdschicht gegeben. Hierfür sollten Sie das Beet in der Länge dritteln und die obere, etwa 20 cm dicke Erdschicht vom ersten Drittel auf die zweite schichten. Danach den frischen Kompost einfüllen und die obere Erdschicht wieder darüber geben. So wird mit allen drei Dritteln verfahren, bis das ganze Beet wieder bis zur Oberkante voll Erde ist. Glätten Sie anschließend noch die Oberfläche, dann können Sie mit der Aussaat beginnen.

Zur richtigen Bodenpflege unter den Obstgehölzen: Obstgehölze sind auf eine gleichmäßige Versorgung der Wurzeln mit Wasser und Nährstoffen angewiesen, sollen sie im Sommer gut entwickelte Früchte tragen. Eine besondere Bedeutung kommt deshalb der Bodenpflege zu. Sie ist abhängig von der Gestalt der Pflanze.

Beerensträucher wurzeln so flach, dass ihnen Unkräuter und Gräser unter der Krone Wasser und Nährstoffe streitig machen. Hier gilt: Mit dem ersten Rasenschnitt unter den Büschen mulchen, zum Sommer hin auch mit Stroh oder Rindenkompost. Das gilt auch für die kleinkronigen Spindelbäume, die auf schwach wachsenden Unterlagen veredelt wurden. Unter ältere Halbstämme, die meist deutlich tiefer wurzeln, kann man durchaus Kapuzinerkresse säen oder Sommerblumen pflanzen.

Die Sommerblüher jetzt auslichten. Im zeitigen Frühjahr ist die richtige Zeit, um sommerblühende Sträucher auszulichten. Dies sollte man etwa alle drei Jahre tun, damit die Pflanzen nicht zu dicht werden und reich blühen. Beim Auslichten schneidet man die ältesten Triebe an der Basis ab, sodass noch etwa zwei Drittel aller Triebe stehen bleiben. Außerdem nach innen wachsende und sich kreuzende Seitentriebe ganz entfernen.

Ökotipp des Monats: Schafsmist ist besser als Pferdemist. Es stimmt nicht, dass Pferdemist die meiste Wärme abgibt. Größter Wärmespender, vor allem im Frühbeet, ist Schafsmist.

Erik Behrens, Gartenfachberater vom LV- Sachsen
Zertifizierter Pflanzendoktor

 

Mit freundlicher Genehmigung  vom Landesverband Sachsen