Gartentipps Juni 2021

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Vor Johanni (24.6.) soll es regnen, danach kommt der Regen ungelegen!

Die bienenfreundliche Traubenhyazinthe sieht im Kleingarten nicht nur gut aus, sondern sie vertreibt auch Wühlmäuse, denn die Nager mögen den Geschmack der Zwiebeln nicht. Foto: Behrens

Jetzt ist eine schöne Zeit im Garten. Überall blüht es, und die ersten Ernten konnten eingefahren werden. Viele Wildkräuter werden schnell zur Konkurrenz zu unseren Kulturpflanzen. Die Wildkräuter dürfen nicht zur Blüte kommen. Viele setzen schon als Jungpflanze viele Samen an.

Wenn Sie Igel im Garten haben, ,dann haben Sie einen großartigen Helfer, der Ihnen bei der Vertilgung von Schadinsekten hilft. Er darf an seinem Ruheplatz nicht gestört werden. Man braucht Igel nicht zu füttern. Er findet seine Nahrung überall. In Trockenzeiten sollte man eine Schale Wasser bereitstellen.

Das gleiche gilt für die Vögel, Frösche und Kröten. Diese nützlichen Tiere finden sich an naturnah gestalteten Gartenteichen ein und vertilgen viele Schadinsekten. Die Vögel nutzen einen Gartenteich gern als Tränke und Badestelle. Flache Uferzonen sind dabei hilfreich für die Tiere.

Denken Sie jetzt auch daran, ,dass die Pflanzen im Juni viel Wasser und Nährstoffe brauchen. Im Handel gibt es verschiedene organische Dünger. Diese sind besser als Mineraldünger. Blumenkohl und Brokkoli brauchen jetzt Pflege. Die weiße Blume muss durch Zusammenbinden der Kohlblätter geschützt werden.

Der Fruchtfall beim Kernobst ist normal. Jetzt können störende Äste entfernt und der Baum ausgelichtet werden. Die steil nach oben wachsenden Triebe werden nach unten gebunden. Bei einjährigen Trieben, die nicht gebraucht werden, warten Sie bis Juli. Dann können diese gerissen werden.

Es treten jetzt vermehrt die Schadinsekten auf. Besonders die Weiße Fliege kommt seit einigen Jahren häufiger im Freiland an Kohlpflanzen vor. Die Pflanzen können Sie mit Schädlingsschutznetzen vor Befall schützen. Die Netze müssen an den Rändern dicht sein. Dazu werden sie mit Erde bedeckt. Auch Gelbsticker sind zum Abfangen dieser Schadinsekten geeignet.

Beachten Sie bitte – der Umweltschutz steht in unseren Gärten an erster Stelle. Verwenden Sie keine chemischen Keulen, die auch unsere Nützlinge im Garten töten. Es gibt genügend Alternativen. Das gilt auch für viele Düngerarten. Kompost ist unser bester und billigster Dünger.

Haben Sie Fragen oder Probleme im Garten, dann wenden Sie sich bitte an Ihren ausgebildeten Gartenfachberater im Verein. Er hilft Ihnen sicher gern weiter.

Ökotipp des Monats: Traubenhyazinthen vertreiben Wühlmäuse. Wo Traubenhyazinthen wachsen, haben Wühlmäuse keine Chance. Sie mögen den Geschmack der Zwiebeln nicht. Deshalb setzt man sie im Garten an verschiedene Stellen. Traubenhyazinthen sind zudem bienenfreundlich.

Erik Behrens, Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

Mit freundlicher Genehmigung  vom Landesverband Sachsen