Gartentipps Februar 2022

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Ist’s im Februar kalt, wird der Winter nicht alt

Mangold kann wie auch Spinat, Schwarzwurzeln und Porree noch zum Ausklang des Winters geerntet werden, bevor uns die ersten frischen Blätter von Löwenzahn, Vogelmiere und Brennnessel in einem Wild-Salat mit wertvollen Vitaminen versorgen. Foto: Martin Jäger/Pixelio

Wenn Sie ein Gewächshaus haben, dann können Sie bald die ersten Saaten ausbringen. Viele Kulturen werden nun in einem beheizbaren Gewächshaus ausgebracht. Einige Pflanzen können vorkultiviert werden. Viele Pflanzen im Freiland erfrieren jetzt nicht, sondern sie vertrocknen durch den Frost.

Wenn Sie Feldsalat im Garten haben, dann können Sie bei frostfreiem Wetter sogar noch ernten. Warten Sie aber nicht zu lange. Wenn es zu warm ist, fängt er schnell an zu blühen. Auch Mangold, Spinat, Schwarzwurzeln und Porree können geerntet werden. Bei diesen ist es aber nicht so eilig. Sie halten es noch länger im Freien aus.

Versuchen Sie es doch einmal mit Wild-Salaten. Haben Sie schon einmal einen Salat mit Löwenzahnblättern, Vogelmiere oder Brennnessel zubereitet? Es sind sehr gesunde Arten, die wohl in jedem Garten vorkommen. Diese gesunden und bekömmlichen Wildarten sind in dieser Zeit erntefähig. Sie sind frisch geerntet ein Genuss.

Wenn die Fröste nachgelassen haben, werden viele Kulturen im Garten zurückgeschnitten. Zum Ende des Monats gilt dies z.B. für die spät blühenden Clematis (Waldreben). Aber auch die Rosen werden abgehäufelt. Das ist aber nur durchzuführen, wenn es die Witterung wirklich erlaubt.

Bei den Kernobstbäumen wird nun ausgelichtet, und überalterte Äste werden entfernt. Dabei sollte trockenes, frostfreies Wetter herrschen. Die Schnitte sollen möglichst glatt sein und im Anschluss mit Baumwachs oder Latex verstrichen werden. Bei dieser Gelegenheit überprüfen Sie auch gleich eventuellen Befall mit anderen Schädlingen.

Halten Sie einen Blick in die Zukunft – also auf die nächsten Wochen. Hatten Sie einen großen Befall mit der Weißen Fliege? Wenn Sie gleich nach der Pflanzung ein Schädlingsschutznetz über die Pflanzen legen, sind Sie vor diesen Plagegeistern weitestgehend geschützt. Durch die Netze dringt das Gießwasser ein und es wächst mit. Die Netze sind im Handel erhältlich.

Da die Weiße Fliege in den zurückliegenden Jahren sehr häufig aufgetreten ist, können sie dort, wo es nicht möglich ist Gemüseschutznetze auszubringen, mit dem Pflanzenschutzmittel aus Kaliseife spritzen. Dieses Mittel hat keine Karenzzeit und schont unsere Nützlinge. Deshalb ist es auch im Bio-Anbau zugelassen.

Sollten Sie Fragen oder Probleme im Garten haben, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Gartenfachberater im Verein. Er hilft Ihnen sicher gerne weiter.

Ökotipp des Monats: Erst Kartoffeln, dann Schwarzwurzeln! Wer im nächsten Jahr Schwarzwurzeln säen will, pflanzt im laufenden Jahr am besten auf dem gleichen Beet zunächst einmal Kartoffeln. Das bekommt den Schwarzwurzeln besonders gut.

Erik Behrens, Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

 

Mit freundlicher Genehmigung  vom Landesverband Sachsen